Die 10 häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch

Die erste Hürde ist geschafft. Der Termin zum Vorstellungstermin rückt näher und die Vorfreude steigt. Leider auch das Lampenfieber. Wer das Gespräch im Vorfeld gedanklich durchspielt, punktet beim Interview mit einem überzeugenden Auftritt.

Das Vorstellungsgespräch bietet den idealen Rahmen, sich gegenseitig besser kennen zu lernen. Hören Sie während dem Gespräch aufmerksam zu, stellen wo nötig Fragen und antworten offen und ehrlich. Signalisieren Sie Ihrem Gegenüber ehrliches Interesse. Zur Vorbereitung helfen folgende Fragen, welche häufig und gern gestellt werden:

1) Mit was möchten Sie beginnen?

Antworten Sie darauf auf keinen Fall mit: „mir egal“. Nutzen Sie vielmehr diese Chance und übernehmen aktiv die Gesprächsführung. Beginnen Sie mit einer kurzen Vorstellung der eigenen Person und signalisieren Sie Ihrem Gegenüber, dass Sie mehr zum Unternehmen und der Stelle erfahren möchten. Stellen Sie Fragen. So zeigen Sie Interesse an Ihrem zukünftigen Arbeitgeber.

2) Erzählen Sie uns etwas über sich.

Ihr Gegenüber will nicht Ihre Lebensgeschichte hören. Betonen Sie nur die wichtigen Eckpunkte aus Ihrem Leben. So zeigen Sie Ihrem Gegenüber, was Ihnen als zentral erscheint. Machen Sie sich auf Unterbrechungen gefasst. Ein Nachhaken mit „warum?“ oder „können Sie das erklären?“ ist nicht ungewöhnlich. Lassen Sie sich davon nicht aus der Ruhe bringen: Beantworten Sie die Frage und fahren Sie dann mit Ihren Erläuterungen fort.

3) Welches sind Ihre Stärken?

Bei dieser Frage geht es nicht darum, positiv besetzte Schlagworte aneinander zu reihen, sondern die positiven Eigenschaften möglichst konkret zu umschreiben. Überlegen Sie im Voraus, was für Stärken Sie haben. Suchen Sie sich etwa drei positive Charakteristika aus, die gut zur anvisierten Stelle passen. Erläutern Sie an konkreten Beispielen, bei welchen Gelegenheiten Sie diese Eigenschaften eingesetzt haben und welche Erfolge daraus resultierten. Und das Wichtigste: Bleiben Sie bei der Wahrheit. Prahlen Sie nicht, ansonsten wecken Sie falsche Erwartungen.

4) Welches sind Ihre Schwächen?

Diese Frage ist den meisten Menschen unangenehm, denn sie ist sehr persönlich. Ob Ihre Ausbildung lückenhaft war, interessiert hier nicht, sondern es geht um Ihre Person. Antworten Sie ehrlich und zeigen auf, wie Sie mit Ihren Schwächen umgehen. Auf diese Weise stellen Sie sich als selbstkritische Person dar. Verzichten Sie auf Standardfloskeln wie: „Ich bin zu perfektionistisch.“ Und wichtige Kompetenzen, welche in der Stellenausschreibung gefordert wurden, sollten nicht zu Ihren Schwächen zählen.

5) Würden Sie mir kurz Ihre berufliche Laufbahn beschreiben?

Die Beantwortung wird dann heikel, wenn Sie mit „Lücken“ in Ihrem Lebenslauf, häufigem Jobwechsel und Ähnlichem umgehen müssen. Versuchen Sie diese Dinge möglichst positiv darzustellen. Arbeitslosigkeit kann z.B. eine persönliche Weiterentwicklung mit sich bringen.

Versuchen Sie die einzelnen beruflichen Stationen in einen grösseren Zusammenhang zu stellen. Welches übergreifende Ziel verbindet diese Stationen? Interessant für Ihr Gegenüber ist auch der Ausblick, den Sie sich von Ihrer weiteren Laufbahn erhoffen.

6) Was wissen Sie über das Unternehmen?

Mit dieser Frage will der Gesprächspartner erfahren, wie intensiv Sie sich mit der Firma auseinandergesetzt haben. Wissen Sie bereits viel, wirkt das sympathisch, haben Sie keine Antwort auf diese Frage, wirken Sie desinteressiert. Sammeln Sie vor dem Gespräch wichtige Informationen zur Firma und notieren Sie diese geordnet.

7) Warum möchten Sie diese Stelle?

Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Frage gestellt wird, ist sehr gross. Halten Sie eine überzeugende Antwort bereit. Beschreiben Sie, wie sich diese Stelle zu Ihrer bisherigen und gewünschten zukünftigen Entwicklung verhält. Erläutern Sie, warum Sie diese Stelle motiviert und wie Sie Ihre Ziele durch diese Stelle erreichen. Erklären Sie konkret, was Sie an diesem Unternehmen fasziniert.

8) Was qualifiziert Sie Ihrer Ansicht nach für diese Stelle?

Bewahren Sie einen kühlen Kopf und wiederholen Sie nicht, was Sie bereits im Bewerbungsschreiben aufgelistet haben. Gehen Sie tiefer auf Ihre Qualifikationen ein und erläutern Sie diese mit konkreten Erfahrungen und Erfolgen.

9) Was wären aus Ihrer Sicht ideale Arbeitsaufgaben?

Ihre Antwort auf diese Fragen muss unbedingt zum Unternehmen und zur Stelle passen. Schildern Sie, welche Arbeiten Ihnen liegen und wie Sie Ihre Stärken in Ihrem neuen Job anwenden.

10) Wie sehen Sie Ihre berufliche Zukunft?

Aus Ihrer Antwort lässt sich herausfühlen, wie ambitioniert Sie sind und ob Sie Ihre berufliche Weiterentwicklung realistisch einschätzen. Man will sehen, ob sie fähig sind, vorauszudenken und Pläne zu schmieden. Ihr zukünftiger Arbeitgeber möchte sich jedoch nicht als „Durchgangsstation“ sehen.

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Wie finde ich meine passende Stelle?

Soll es eine sinnstiftende Arbeit sein? Will ich meine Talente ausleben und mein Beruf zur Berufung machen oder geht es in erster Linie darum, einen gewissen Status zu erlangen? Um den für sich richtigen Job zu finden, gibt es kein allgemein gültiges Vorgehen. Jeder muss für sich seine zentralen Fragen im Vorfeld klären. Immer wieder von Neuem.

Wie der Arbeitsmarkt der Zukunft aussehen wird, weiss niemand. Wer aber weiss, was er oder sie kann und will, findet mit Sicherheit schneller Arbeit. Wer das noch nicht weiss, geht die Frage geschickt an und konzentriert sich mehr auf den Weg als auf das Ziel. Warum? Ganz einfach: Berufsziele wie international renommierter Künstler, Chef einer Bank oder Head of Marketing bei einem Multi inspirieren und begeistern, aber leider nur für eine Weile.

Die eigenen Werte im Zentrum

Der heutige Arbeitsmarkt bietet zu viele Variablen, um einfach ans Ziel zu kommen. Einfacher ist der umgekehrte Weg: Wir befassen uns mit unserer Persönlichkeit und reduzieren die Komplexität auf die fünf Motivatoren aus der Organisationspsychologie, welche uns morgens aus dem Bett bringen: etwas bewirken, Leidenschaften nachgehen, Talent ausleben, Status erlangen und Geld verdienen.

Mit Hilfe eines einfachen Rankings von eins bis fünf für pro und kontra lässt sich herausfinden, welches Bedürfnis mit der Stelle am ehesten befriedigt werden soll. Wie lange z.B. motiviert Schmerzensgeld für monotone Arbeit? Will man am Status festhalten, auch wenn der Job seine Faszination schon längst verloren hat? Und Ende des Monats müssen Rechnungen bezahlt werden, auch wenn die Arbeit noch so sinnstiftend ist. Das Ranking hilft Entscheidungen zu fällen.

Luftschloss oder Traumjob?

Wenn wir wissen, was uns antreibt, verfassen wir unsere Wunschanstellung möglichst konkret. So wie Unternehmen, wenn sie einen geeigneten Kandidaten suchen. Je detaillierter das Bild, umso besser. Unsere Ausschreibung vergleichen wir nun mit realen Stellenausschreibungen und vergleichen Wunsch mit Realität. Was spricht an und wo können gegebenenfalls Kompromisse gemacht werden? Sie finden keine passende Stelle? Da kann Ihnen ein Personalvermittler weiterhelfen. Wenn Sie ihm von Ihrer Wunschanstellung und Ihren Stärken erzählen, hilft er Ihnen bei der Suche nach dem perfekten Job.